Die Krippengruppe stellt sich vor

KrippeBei uns ist immer etwas los: es wird viel gelacht, gesungen, gebaut, getobt, gekrabbelt und natürlich gehext, denn wir sind die Hexen-und Seeräuberkinder. Beim gemeinsamen Spiel haben wir viel Spaß miteinander, wir  entdecken, beobachten, experimentieren und lernen während des Kindergartenalltages sehr viel Neues.

In unserer Gruppe gibt es 15 Kinder im Alter von 1 – 6 Jahren und 3 pädagogische Fachkräfte.


Die Eingewöhnung
Da wir großen Wert auf das Gelingen der Eingewöhnung legen, ist es uns wichtig, diese individuell und so sanft wie möglich für Sie und Ihr Kind zu gestalten. Unsere Eingewöhnung beginnt mit einem Informationsgespräch zwischen Bezugserzieherin und Eltern. Anliegen des Gesprächs ist es gemeinsam mit den Eltern über Tagesablauf, Eingewöhnungszeit, Gewohnheiten, Eigenheiten, Anliegen und Besonderheiten des Kindes zu sprechen, ihnen bestimmte Orientierungshilfen für ihr Verhalten zu geben, um damit Ängste und Unsicherheiten abzubauen.

Anfangsphase
Die Bezugserzieherin nimmt sich Zeit, erste Kontakte mit ihrem Kind zu knüpfen. Langsam lernt es die neue Umgebung kennen, das Gruppengeschehen, die Rituale, baut Vertrauen zu den anderen Bezugspersonen auf und die Eltern erhalten somit einen Einblick in den Alltag der Gruppe. Wenn das Krippenkind zu seiner Bezugsperson eine zumindest bindungsähnliche Beziehung aufgebaut hat, versuchen wir die erste kurze Trennungsphase von Mutter oder Vater. Die Eltern können mit einem Abschiedsritual den Gruppenraum verlassen, bleiben aber in der Einrichtung um gegebenenfalls auf Wunsch des Kindes oder der Erzieherin zurückzukommen. Der weitere Verlauf wird individuell auf das Kind abgestimmt. Die Dauer der Eingewöhnungszeit ist abhängig vom Bindungsaufbau zur Erzieherin und der Lösung von seinen Eltern über eine gewisse Zeit. Diese ist erst abgeschlossen, wenn zwischen Kind und Bezugserzieherin eine sichtbare Bindung besteht, d.h. wenn es sich zum Beispiel von ihr trösten lässt, das Wickeln und Füttern, bzw. normale Alltagssituationen akzeptiert.

Zielsetzung
Die Zielsetzung unserer Krippengruppe ist die Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern im Alter von 1-3 Jahren.
Für uns ist es ganz wichtig, dass sich jedes einzelne Kind in der Einrichtung wohlfühlt, dass es Sicherheit und Geborgenheit erfährt, denn das sind die wichtigsten Voraussetzungen für die Lern- und Bildungsbereitschaft des Kindes.
Bildung beginnt schon mit der Geburt.
Wer Babys und Kleinkinder genau beobachtet, erlebt, mit welcher Energie, Ernsthaftigkeit, Lust und Konzentration sie sich auf das Einlassen, was sie gerade tun. Wie hartnäckig sie dran bleiben an dem, was ihr Interesse geweckt hat, wie intensiv sie begreifen, erfassen wollen was ihnen begegnet. Sie sind so offensichtlich neugierig, so unbefangen und gerade hemmungslos in ihren Forscherdrang.
Kleine Kinder stoßen unentwegt an ihre Grenzen. Unverdrossen und unermüdlich sind sie dabei, diese Grenzen zu überwinden. Sie robben durch die Gegend, ziehen sich hoch, fallen und stehen wieder auf, fallen wieder um, protestieren und fordern Hilfe an. Sie probieren immer wieder, so lange bis sie erreicht haben was sie wollten und bis sie können was sie vorher nicht konnten. Dann sind sie stolz, strahlen und wollen, dass alle es sehen. Sie wiederholen ihre Erfolge immer wieder und suchen zugleich nach den nächsten Herausforderungen. Wenn man bedenkt wo die Kinder anfangen und mit welchen Riesensprüngen sie zum Beispiel körperliche Geschicklichkeit und kommunikative Kompetenzen erwerben – eine enorme Leistung!!!
Hierbei werden folgende Bildungsbereiche gefördert und unterstützt.

Selbstvertrauen

Das heißt etwas selbständig tun zu dürfen, stärkt das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen der Kleinkinder, vor allem wenn sie dabei erfahren, dass sie einiges schon ganz allein bewältigen können. Die Kinder beobachten z.B. wie die Erzieherin den Gruppenraum aufräumt oder Spielzeug repariert. Krippenkinder, die schon laufen können, können etwas herbeiholen oder wegtragen..... . Wenn zum Beispiel Puppenwäsche gewaschen wird oder Spielzeug gesäubert wird, wirkt schon allein das selbständige Hantieren mit Wasser als Motivation „kleiner Helfer“.

Spracherwerb
Die Sprache hat eine übergeordnete Funktion, ebenso wie das Spiel.
Im Laufe des Tages wendet sich die Erzieherin sprachlich an die Kinder, zeigt Bilderbücher, gibt Hinweise, singt, erklärt, erzählt, beantwortet Fragen oder beschreibt etwas. Beim An- und Auskleiden, bei den Mahlzeiten, beim Waschen und dergleichen prägt sich die Sprache ganz besonders fest ins Gedächtnis ein. Deshalb wird von der Erzieherin jede kleine Handlung verbalisiert.

Motorische Aktivitäten (Bewegung im Alltag der Krippe)
Greifen, Fangen, Kriechen, Gehen, Balancieren, Steigen, Ziehen, Klettern, Laufen, Springen, Rollen, Werfen...
Krippenkinder werden durch vielfältige Dinge, die auf sie einen besonderen Reiz ausüben, zum aktiven Bewegen angeregt, zum Beispiel durch ein vertrautes Gesicht, die Trinkflasche oder ein Spielzeug. Die Kinder patschen auf die entgegengehaltene Handfläche oder sie versuchen das vorgehaltene Spielzeug zu erreichen. Daraus entwickelt sich das immer bessere Zusammenspiel von Auge und Hand, bunte bewegliche Gegenstände, meist Bälle, die zu schnellen Bewegungsreaktionen Anlass geben. Dabei gelingt das Aufgreifen von rollenden Bällen anfangs nur zufällig.

Gesunde Ernährung
In der Kindertagestätte wird auf die Gesunde Ernährung wert gelegt. Täglich wird frischer Tee ( im Sommer aus eigenem Anbau) gekocht und aufbereitetes Wasser steht den Kindern immer zur Verfügung. Einmal pro Woche findet das gesunde Frühstück statt.
Die Krippenkinder erhalten am Mittag eine warme Mahlzeit, die immer eine Nachspeise wie frisches Obst der Saison, Joghurt oder Pudding beinhaltet.

Bildnerisches Gestalten

Verschiedene Stifte und Farben, unterschiedliche Papiersorten und Materialien, die im Freispiel oder auch bei gezielten Projekten zur Verfügung stehen, regen das Kind zum Gestalten an. Beim wiederholten Ausprobieren lernt das Kind verschiedenartige Bilder hervorzubringen, die zunächst nur als Gewirr von Linien, Strichen und Schlenkern sichtbar werden. Es braucht verständnisvolle Eltern und Erzieher, die das Kind in seinem Bemühen bestärken, seine Ergebnisse anerkennen und ihm zeigen, dass seine Arbeiten ernst genommen werden.

Entwicklung musikalischer Fähigkeiten

Bereits im frühen Kindesalter entwickelt sich beim Kind erste musikalische Fähigkeiten. Es gibt im Kita-alltag viele Situationen, die sich gut dafür eignen diese Fähigkeit zu fördern,
 z. B. nach dem Erwachen, während der Körperpflege, vor dem Einschlafen, bei der Begrüßung, beim Spielen in der Gruppe, beim Spaziergang. Zum Begleiten einfacher Lieder werden einfache Rhythmusinstrumente angeboten bzw. Körperteile eingesetzt (Klatschen mit den Händen, Stampfen mit den Füssen).

Sinnliche Erfahrung ( tasten, fühlen, riechen, schmecken, hören, sehen)
Das Kind entdeckt beim Umgang mit verschiedenen Materialien wie z.B.  Holzstifte, Filzstifte, Wasserfarben , Fingerfarben oder auch beim Kneten welche Möglichkeiten diese Materialien bieten. Beim Spielen im Sand wird festgestellt, dass sich mit trockenem Sand kein Kuchen formen lässt, erst wenn man Wasser dazugießt, funktioniert dies.
Beim Spaziergang können sie von weitem die Ziegen und Pferde riechen, beim Streicheln die Fellarten fühlen, beim Spiel „Steine ins Wasser werfen“ verfolgen wie das Wasser spritzt und der Stein untergeht......
Beim Erproben und Ausprobieren von unterschiedlichen Materialien werden sinnliche Erfahrungen gemacht.

Feste und Feiern
Feste und Feiern sind Höhepunkte, die sich abheben vom täglichen Geschehen. Die Atmosphäre und Ausgestaltung von Festen und Feiern vermitteln eher auch etwas über Bräuche und Tradition. Kleinkinder erleben traditionelle Feste wie Weihnachten, Ostern oder
Geburtstagsfeiern zunächst aus einer Zuschauerposition. Das Weihnachtslicht, die bunten Ostereier, der geschmückte Raum, die gesungenen Lieder, der selbstgebackene Kuchen oder die Plätzchen sind dabei schon für die Kleinen eindrucksvoll. Beim Fasching ist es für die Jüngsten vorerst interessanter, ältere Spielkameraden in den bunten Kostümen zu bestaunen, statt selbst verkleidet zu werden. Aus der Freude am fröhlichen Geschehen, entsteht allmählich der Wunsch zum Mittun.

Sozialverhalten  (Miteinander leben lernen)
Schon frühzeitig zeigen Kleinkinder ein ausgeprägtes Interesse für Altersgenossen. Mit anderen Kindern findet ein Kind andere Gemeinsamkeiten als mit den Erwachsenen. Der Umgang mit kleinen und größeren Kindern stellt andere Anforderungen. Bei Konflikten zwischen den Kindern handelt es sich zunächst um Spielzeug oder die Durchsetzung der eigenen Spielideen. Oft geht es aber auch darum Konkurrenzbeziehungen zu klären oder Rivalitäten auszutragen. Dieses Zusammenleben in der Gruppe bereichert die Erfahrungswelt der Kleinkinder.



Tagesablauf
In unserer Einrichtung ist am Morgen von 7.15 – 8.15 Uhr eine Gruppe geöffnet. Dies ist die Hexengruppe, da gerade diese Gruppe den Krippenkinder am vertrautesten ist. Dort nimmt auch immer eine feste Bezugsperson die Kinder in Empfang. In einer ruhigen, gemütlichen Atmosphäre haben die Kinder die Gelegenheit ihr erstes Frühstück einzunehmen, nach Wunsch können Bilderbücher vorgelesen werden, Erlebnisse des Vortages besprochen werden, um so den Tag langsam anzugehen. Um 8.15 Uhr öffnen die restlichen vier Gruppen. Am Morgen findet bis ca. 11.00 Uhr das Freispiel statt, das heißt die Kinder entscheiden selbst, was, mit wem, wo, und wie lange sie spielen möchten. Dazu stehen ihnen innerhalb der Gruppe verschiedene Spielzonen, wie Malecke, Bauecke, Puppenecke, Kuschelecke, Bällchenbad, Puzzeltisch, Tischspiele zur Verfügung.

Dieses Freispiel wird immer von einer Erzieherin begleitet. 1x wöchentlich wird das Freispiel ebenfalls von einer französischen Fachkraft, die den Kindern die französische Sprache spielerisch näher bringt zusätzlich unterstützt. Kinder, die sich in der Einrichtung schon etwas besser eingelebt haben, haben die Möglichkeit Spielzonen außerhalb des Gruppenraumes wie zum Beispiel die Bewegungsbaustelle im Turnraum, Puppenhaus, Traumhöhle, Kugelbahn durchs Treppenhaus, Besuch anderer Gruppen zu nutzen. Dort haben sie auch die Möglichkeit mit Kindern aus anderen Gruppen zu spielen. Neben dem Freispiel finden auch gezielte pädagogische Angebote und Projekte innerhalb der Gruppe statt, z.B. Bilderbuchbetrachtungen, Gespräche in Kleingruppen, Experimente, Turnangebote, Kreativangebote, Sachbetrachtungen, Klanggeschichten, Kreisspiele, Fingerspiele, Lieder.... die ebenfalls einmal in der Woche von unserer französischen Erzieherin begleitet werden. Da in der Hexengruppe 3 pädagogische Fachkräfte zur Verfügung stehen, haben die Krippenkinder während dem Freispiel die Gelegenheit, sich aus der Gesamtgruppe zurückzuziehen. Es werden Spaziergänge an der frischen Luft gemacht, bei denen die Kleinen im Wald oder auf den Feldwegen viel entdecken und experimentieren können. Nahegelegene Bauernhöfe werden besucht, die Fische in der Bickenalb werden beobachtet und gefüttert und die Jahreszeiten dabei mit allen Sinnen wahrgenommen. Auch in unserer Traumhöhle finden die Krippenkinder ein gemütliches Plätzchen, um in ruhiger Atmosphäre bei etwas Meditationsmusik zu kuscheln.
Ebenfalls bietet der Turnraum ausreichende Spielmöglichkeiten auch für die Kleinsten.

Ab 12.00 Uhr findet für die Krippenkinder das gemeinsame Mittagessen in der Hexengruppe zusammen mit einer festen Bezugsperson statt. Nach dem Essen werden die Zähne geputzt, in einer ruhigen Atmosphäre werden die Kinder gewickelt, gewaschen und eine feste Bezugsperson begleitet die Kinder beim Einschlafen.
Im Anschluss an die Ruhephase wird gemeinsam eine Zwischenmahlzeit eingenommen. Je nach Bedürfnis und Wetterlage werden am Nachmittag Bilderbücher vorgelesen, gepuzzelt, geturnt oder im abwechslungsreichen Außengelände gespielt.